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Pa amb Oli

 

"Dem Chef auf die Finger geschaut"

Dazu braucht es keine große Kochkunst, entscheidend ist die Qualität der Zutaten.

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Tomaten...

Wenn ich in eine frisch gepflückte, von der Sonne noch warme Tomate beisse, weckt das Erinnerungen an meine Kindheit. Meine Mutter hatte einen Gemüsegarten von sicher 60m2. Es gab Karotten, Bohnen, Erbsen, Zucchini, Salate, Kräuter, Erdbeeren, Rhabarber, Johannisbeeren und vieles vieles mehr. Den ganzen Sommer wurde geerntet, eingefroren, eingekocht. Es sind schöne Erinnerungen. Erinnerungen an den noch warmen Schaum von frisch gekochter Erdbeermarmelade, Erbsen puhlen im Garten...

und eben dieser süsse Geschmack einer reifen, noch warmen Tomate.

 

Wir sind noch mit regelmässigen Mahlzeiten aufgewachsen. Morgens, mittags, abends und gerne auch noch Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Immer zur selben Uhrzeit. Gemüse oder Salat war immer mit dabei. Es gab kein Entkommen, diese Mahlzeiten waren Pflicht. Wer zwischendurch Hunger hatte, dem wurde Obst angeboten.

Auch Chips, Schokolade und CocaCola standen uns frei zur Verfügung, doch haben wir nie so eine Gier danach entwickelt. Vielleicht wegen der regelmässigen, nicht zu entkommenden Mahlzeiten, vielleicht auch, weil es uns nicht verboten wurde. Aber bis heute habe ich noch nie eine ganze Tüte Chips gegessen, oder eine ganze Tafel Schokolade oder einen ganzen Liter Cola getrunken. Wenn ich Lust auf etwas habe, esse ich es und geniesse es auch, aber irgendwie nie in Unmengen und ohne dass ich mich zügeln muss.

Wenn ich die Urlauberkinder hier auf Mallorca sehe, die 2-3 Wochen ausschliesslich mit Schnitzel, Pommes und Nudeln mit Tomatensauce vollgestopft werden, weil sie angeblich nichts anderes mögen, frage ich mich was sie wohl zuhause zu essen bekommen.

Und ich muss feststellen, dass ich ernährungstechnisch ziemlich privilegiert aufgewachsen bin, auch wenn es mir tatsächlich erst in den letzten Jahren bewusst wurde.

Wenn man in der Gastronomie arbeitet, bekommt man ja mehr Ernährungs(un)gewohnheiten mit als einem lieb ist. Die einen ertragen keine Knochen am Teller, bei den anderen darf kein Fleischsaft austreten, weil der "komischerweise" blutig ist, die nächsten können keinen ganzen Fisch essen, weil da ist ja noch der Kopf dran usw.

Warum essen solche Menschen Fleisch und Fisch? Ja, es ist ein Tier, das wir da am Teller haben. Ja, es hat mal gelebt. Und ja wir haben die Pflicht Sorge dafür zu tragen, dass es ein würdiges Leben und einen würdigen Tod hatte bevor es bei uns auf dem Teller landet.

Hühner bestehen nicht nur aus ChickenWings und ein Schwein kommt auch nicht als Schnitzel auf die Welt! Wann ist dieses Bewusstsein nur verloren gegangen?

Bei uns hat man früher  noch ein halbes Schwein gekauft. Man musste jemanden finden, der die andere Hälfte nimmt, denn der Bauer hat nur geschlachtet, wenn das ganze Schwein genommen wurde. Es wurde das ganze Tier verarbeitet, inklusive Blut- und Leberwurst. Man bekam das Fleisch schon zerteilt und die Wurst in diesen messingfarbenen Dosen. Noch heute träume ich von dem Eisbein aus diesen Dosen.

Auch Hühner und Kaninchen hat meine Mutter nur am Markt im ganzen gekauft. Sie wäre nie auf die Idee gekommen nur Brust oder nur Keule zu kaufen. Und als Kind ekelt man sich auch nicht davor. Man entwickelt glaube ich ein gesundes Bewusstsein zu Fleisch, das heute leider so vielen fehlt.

Ich bin froh und dankbar, dass mir das mitgegeben wurde.

Und ich bin froh, dass auch eine neue Generation heranwächst. Eine Generation, die sich schon sehr jung dazu entscheidet sich vegetarisch zu ernähren, weil sie die Tiere schützen möchten.

 

Ja... also soviel zu Tomaten.

 

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Trash in Nature

Ich gehe jeden Tag eine Stunde mit dem Hund, immer denselben Weg. Es ist ein schöner Weg. Durch Felder hindurch, an Schafherden und Schweinen vorbei und natürlich jede Menge Mandelbäumen. Es ist mit das Schönste was Mallorca zu bieten hat. Die Natur!
Doch es ist unglaublich wieviel Müll überall liegt, den die Menschen einfach so gedankenlos aus dem Auto werfen. Wir schreiben das Jahr 2015 und man könnte nicht meinen, dass der Mensch ein intelligentes Wesen ist. Kein Tier geht so achtlos mit seinem Lebensraum um.
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Coca mallorquina

kinderleicht und sogar vegan

Coca kann man hier in jeder Bäckerei kaufen und wird gerne als mallorquinische Pizza bezeichnet. Für mich ist das ein bisschen an den Haaren herangezogen. Eine Quiche oder ein Flammkuchen wird ja auch nicht mit Pizza gleichgesetzt.
Vegetarier und Veganer müssen allerdings aufpassen, da die Coca traditionell  mit Schweineschmalz gemacht wird. Dieses Rezept ist allerdings vegan und man muss wirklich nicht kochen können.

Boden:

300g Mehl
100g Olivenöl
100g Wasser
1/2 TL Salz
Kneten bis alle Zutaten vermengt sind und beiseite stellen.

Belag:
3 große Tomaten
3 weiße Paprika
1 rote Paprika 
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer,
süßer Paprika, scharfer Paprika,
Olivenöl
Bei den Tomaten im Idealfall das wässrige Kerngehäuse rausnehmen und alles in Würfel schneiden. Je kleiner um so feiner, je größer um so rustikaler. Mit Salz, Pfeffer, Parikapulver und ein paar EL Olivenöl abschmecken.

Nun den ausgeruhten Teig ausrollen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Diesen Teig kann wirklich jeder verarbeiten. Er ist fast ein bisschen wie Knetmasse, er klebt kein bisschen und wird auch nicht weicher.
Den Rand leicht nach oben Rollen/einrollen und das marinierte Gemüse darauf verteilen.

Bei 200 Grad 25 min. backen. Fertig!

Sie schmeckt sowohl heiß frisch aus dem Ofen, als auch kalt am nächsten Tag.




Es gibt unzählige Varianten der Coca. Mit Spinat und Ziegenkäse, mit frischen Sardinen, nur mit geschälten roten Paprika...
Man kann seiner Phantasie eigentlich freien Lauf lassen.
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La Terraza, unser neuer Lieblingsplatz

Jahrelang hat unsere Terrasse ein Schattendasein geführt und wurde nur zum Wäschehängen benutzt. Wir haben ja auch den großen Garten und da war die Terrasse irgendwie nur Nebensache. Doch dieses Jahr sollte sich das ändern.
Den ganzen Winter hab ich fleißig auf Pinterest Ideen gesammelt, da ich die Palettenmöbel immer so schön fand. Außerdem sollte das ganze auch kein Vermögen kosten.
Wir wollten etwas, wo man gemütlich drauf liegen kann um im Sommer mal eine kleine Siesta zu halten, und gleichzeitig sollte man auch bequem sitzen können um nachts noch ein Gläschen Wein zu trinken und die Sterne zu beobachten.
Doch wie es eben manchmal so ist, kam alles ganz anders.
Einmal durch's Bauhaus gestiefelt und es hatte sich eine ganz andere Idee entwickelt.
4 Steine 40x40cm
6 Balken
2 Sitzpolster für Bänke 140cm
8 Kissen

Alles zusammen aus dem Bauhaus ca. 250,-€ 

Und was soll ich sagen? Es ist sooooo gemütlich. Ich will gar nicht mehr weg!
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geliebtes Brot

Kann es wirklich sein, daß ich zu blöd bin Brot zu backen???

Alles fing vor ein paar Jahren an mit einem Artikel über einen Wiener Bäcker, dem sie die Türe einrennen, weil er selber Teig führt und keine Fertigmischungen verwendet.

Und da kam es mir:

Früher hat das Brot anders geschmeckt.

Und es hat Löcher bekommen, wenn es älter wurde.

Wann ist das eigentlich passiert? Ich liebe Brot und trotzdem ist es mir nicht wirklich aufgefallen.

Manchmal bin ich eben ein bisschen langsam. Ich hab ja auch erst nach Jahren mitbekommen, daß meine angebliche Frischmilch im Kühlschrank nicht mehr sauer wird.

Der Gedanke war nicht fern, selbst Brot zu backen. Kann ja nicht so schwer sein. Ausgiebig im Internet recherchiert und los ging´s.

Schnell wurde klar, daß die Ergebnisse zwar annehmbar sind, aber nicht das waren, was ich mir vorgestellt hatte.

Ein Sauerteig musste angesetzt werden. Auch nicht schwer. Allerdings muss man sich täglich um das "Baby" kümmern und füttern. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die Backergebnisse waren ganz gut, jedoch immer noch nicht zufriedenstellend.

Nach dem mir dann das ungeliebte "Kind" noch zweimal über das ganze Vorratsregal gelaufen ist, weil der Behälter zu klein war, war das Experiment erstmal gestorben. Und ja... ich weiß, daß man auch Sauerteig kaufen kann. Aber darum ging es nicht.

Immer wieder hab ich mich dabei erwischt, wie ich auf diversen Blogs (es gibt übrigens unglaublich viele, unglaublich gute) versucht habe hinter das Geheimnis des Brotbackens zu kommen. Hinzu kamen ja noch die verschiedenen Bedampfungstechniken mit Wasserschale, besprühen, Wasser direkt in den Ofen usw., der Backtemperatur: so heiß wie möglich sagen die meisten. Und nicht zu vergessen: das Backen im Topf. (hat übrigens am besten funktioniert)

Glaubt mir! Ich habe alles ausprobiert und das Drama nahm kein Ende. "Alle können Brot backen. Nur ICH nicht!

Irgendwann las ich dann den Spruch: "erst die Krume, dann die Kruste". Und da kam die Erleuchtung:

a) ich lass das mit dem Wassergedöns und mach das über die Temperatur und

b) ich mache meinen eigenen Pseudo-Sauerteig

Vielleicht schlägt jeder Bäcker die Hände über dem Kopf zusammen, aber ich bin endlich glücklich und zufrieden.


Brotbacken für Blöde:

400g Weissmehl

100g Vollkornmehl

1 TL Zucker

1 TL Salz

1 Päckchen Trockenhefe

320g Wasser


Alles zusammen in die Küchenmaschine und mit dem Knethaken 12 min. auf Stufe 2 laufen lassen. Mit Klarsichtfolie abdecken und 12-18 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Der Teig sieht jetzt zwar nicht mehr lecker aus, ist aber genau richtig. Er hat schon angefangen zu gären.

Mehl auf die Arbeitsfläche geben, Teig drauf und bemehlen, platt drücken und mit Kräutern, Gewürzen, Körnern oder Nüssen bestreuen. Ich mag am liebsten Walnüsse oder geröstete Haselnüsse. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Jetzt den Teig von außen nach innen falten. Das Falten ist sehr wichtig für die Struktur der Krume. (Übrigens bei jedem Brot!)

Nochmal platt drücken, aber nur so weit, dass er nicht reisst, und so lange von aussen nach innen falten bis der Teig eine schöne Spannung hat und eine Kugel entstanden ist.

Auf ein Backblech setzten, gut einmehlen und 1 Std. gehen lassen.

Den Backofen auf 150°C vorheizen (genau 150°C! ist kein Tippfehler)

Die Teilkugel ca. 1-2 cm tief einschneiden und 20 min. backen. Dann die Ofentemperatur auf 240°C hochdrehen und noch weitere 20 min. backen.

Voilá: erst die Krume, dann die Kruste

Ein wunderbares köstliches Brot ist entstanden.

Am besten schmeckt es natürlich noch lauwarm, aber bei richtiger Lagerung hat man mehrere Tage seine Freude daran.


Klappt auch wunderbar mit Dinkelmehl.

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Der Dreck geht nicht weg

Wer in die Jahre gekommene Gartenmöbel aus Kunststoff hat weiß von was ich spreche.

Wir haben unsere Stühle second hand billig erstanden und waren beim Kauf noch fest davon überzeugt, dass man sie nur mal ordentlich putzen muss, dann sind die wieder tip top.

Wir haben uns die Finger wund geschrubbt, verschiedene Putzmittel ausprobiert, aber nichts hat geholfen. Die blöden Dinger blieben einfach grau.

3 Jahre später dann endlich DIE LÖSUNG:

Backofenspray macht´s möglich!

30 min. einwirken lassen

mit einer nassen Bürste oder einem nassen Tuch bearbeiten

und mit viel Wasser nachspülen.

Ist zwar nicht die umweltfreundlichste Lösung, aber wird ja wohl hoffentlich auch die nächsten 20 Jahre nicht mehr notwendig sein.

Alles blitzt und blinkt... der Sommer kann kommen!

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Wohin mit all den Zitronen?

Jedes Jahr dasselbe: Irgendwann im Frühjahr stehen wir vor einem riesigen Berg Zitronen und wissen nicht wohin damit. Wunderbar aromatische Bio-Zitronen!

Auf dem Bild ist ungefähr 1/3 der Ernte abgebildet.

Zitronenlimonade

Bild: Zitronenlimonade, Lemonade, Limonada

1/2 l Zitronensaft

250g Zucker


Zitronensaft mit dem Zucker 15 min. kochen und noch heiß in eine Flasche abfüllen.

Kühl und dunkel gelagert ist der Sirup mehrere Monate haltbar.

Mit Wasser und Eis eine willkommene Abwechslung im Sommer.

Zitronensorbet

1/2 l Zitronensaft

1/2 l Wasser

500 g Zucker


Das Wasser mit dem Zucker 5 min. kochen und abkühlen lassen, mit dem Zitronensaft vermengen und ab ins Gefrierfach.

Ca. 4 mal sollte man die Masse alle paar Stunden mit dem Pürierstab durchmixen, dann wird es wunderbar cremig.

Natürlich kann man das Sorbet auch einfach in der Eismaschine machen, wenn man eine hat.