geliebtes Brot

Kann es wirklich sein, daß ich zu blöd bin Brot zu backen???

Alles fing vor ein paar Jahren an mit einem Artikel über einen Wiener Bäcker, dem sie die Türe einrennen, weil er selber Teig führt und keine Fertigmischungen verwendet.

Und da kam es mir:

Früher hat das Brot anders geschmeckt.

Und es hat Löcher bekommen, wenn es älter wurde.

Wann ist das eigentlich passiert? Ich liebe Brot und trotzdem ist es mir nicht wirklich aufgefallen.

Manchmal bin ich eben ein bisschen langsam. Ich hab ja auch erst nach Jahren mitbekommen, daß meine angebliche Frischmilch im Kühlschrank nicht mehr sauer wird.

Der Gedanke war nicht fern, selbst Brot zu backen. Kann ja nicht so schwer sein. Ausgiebig im Internet recherchiert und los ging´s.

Schnell wurde klar, daß die Ergebnisse zwar annehmbar sind, aber nicht das waren, was ich mir vorgestellt hatte.

Ein Sauerteig musste angesetzt werden. Auch nicht schwer. Allerdings muss man sich täglich um das "Baby" kümmern und füttern. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die Backergebnisse waren ganz gut, jedoch immer noch nicht zufriedenstellend.

Nach dem mir dann das ungeliebte "Kind" noch zweimal über das ganze Vorratsregal gelaufen ist, weil der Behälter zu klein war, war das Experiment erstmal gestorben. Und ja... ich weiß, daß man auch Sauerteig kaufen kann. Aber darum ging es nicht.

Immer wieder hab ich mich dabei erwischt, wie ich auf diversen Blogs (es gibt übrigens unglaublich viele, unglaublich gute) versucht habe hinter das Geheimnis des Brotbackens zu kommen. Hinzu kamen ja noch die verschiedenen Bedampfungstechniken mit Wasserschale, besprühen, Wasser direkt in den Ofen usw., der Backtemperatur: so heiß wie möglich sagen die meisten. Und nicht zu vergessen: das Backen im Topf. (hat übrigens am besten funktioniert)

Glaubt mir! Ich habe alles ausprobiert und das Drama nahm kein Ende. "Alle können Brot backen. Nur ICH nicht!

Irgendwann las ich dann den Spruch: "erst die Krume, dann die Kruste". Und da kam die Erleuchtung:

a) ich lass das mit dem Wassergedöns und mach das über die Temperatur und

b) ich mache meinen eigenen Pseudo-Sauerteig

Vielleicht schlägt jeder Bäcker die Hände über dem Kopf zusammen, aber ich bin endlich glücklich und zufrieden.


Brotbacken für Blöde:

400g Weissmehl

100g Vollkornmehl

1 TL Zucker

1 TL Salz

1 Päckchen Trockenhefe

320g Wasser


Alles zusammen in die Küchenmaschine und mit dem Knethaken 12 min. auf Stufe 2 laufen lassen. Mit Klarsichtfolie abdecken und 12-18 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Der Teig sieht jetzt zwar nicht mehr lecker aus, ist aber genau richtig. Er hat schon angefangen zu gären.

Mehl auf die Arbeitsfläche geben, Teig drauf und bemehlen, platt drücken und mit Kräutern, Gewürzen, Körnern oder Nüssen bestreuen. Ich mag am liebsten Walnüsse oder geröstete Haselnüsse. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Jetzt den Teig von außen nach innen falten. Das Falten ist sehr wichtig für die Struktur der Krume. (Übrigens bei jedem Brot!)

Nochmal platt drücken, aber nur so weit, dass er nicht reisst, und so lange von aussen nach innen falten bis der Teig eine schöne Spannung hat und eine Kugel entstanden ist.

Auf ein Backblech setzten, gut einmehlen und 1 Std. gehen lassen.

Den Backofen auf 150°C vorheizen (genau 150°C! ist kein Tippfehler)

Die Teilkugel ca. 1-2 cm tief einschneiden und 20 min. backen. Dann die Ofentemperatur auf 240°C hochdrehen und noch weitere 20 min. backen.

Voilá: erst die Krume, dann die Kruste

Ein wunderbares köstliches Brot ist entstanden.

Am besten schmeckt es natürlich noch lauwarm, aber bei richtiger Lagerung hat man mehrere Tage seine Freude daran.


Klappt auch wunderbar mit Dinkelmehl.

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Kommentare: 8
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